Code Week an der Emil Krause Schule: Geschichten zum Leben erwecken
Bereits zum dritten Mal nahm die Emil Krause Schule in diesem Jahr an der Code Week teil. Drei Tage voller Kreativität, Technik und spannender Entdeckungen in unserem Makerspace.
Die europaweite Mitmachinitiative Code Week möchte Menschen für das Programmieren und den kreativen Umgang mit digitalen Technologien begeistern. In Workshops und Mitmachangeboten können sie Technik entdecken, eigene Ideen umsetzen und erleben, wie viel Spaß digitales Gestalten machen kann.
Auch in unserem Makerspace krause.maker wurde an drei Tagen gestaltet, programmiert und experimentiert: Spielfiguren erwachten zum Leben, kleine Roboter fuhren durch fantasievolle Geschichten und lösten selbst programmierte Aufgaben.
Unsere drei Workshops zu Stop-Motion, Ozobot Storytelling und dem Programmieren mit OzoBlockly boten unterschiedliche Zugänge – mit viel Raum für Kreativität, gemeinsames Lernen und eigene Entdeckungen.
Stop-Motion: Kleine Veränderungen mit großer Wirkung
Wie bringt man eine Spielfigur dazu, sich im Film selbstständig zu bewegen? Im Stop-Motion-Workshop probierten die Teilnehmenden das mit LEGO und anderen Spielfiguren aus.
Dafür wurde jede Szene in viele einzelne Schritte zerlegt: ein Foto aufnehmen, die Figur ein kleines Stück bewegen, die Hände aus dem Bild nehmen und das nächste Foto machen. Schnell hintereinander abgespielt, werden aus den einzelnen Aufnahmen zusammenhängende Bewegungen.
Dabei experimentierten die Teilnehmenden auch mit kleinen filmischen Tricks. Durch das schrittweise Verändern von Gegenständen konnten sie beispielsweise den Eindruck erzeugen, dass etwas nach und nach verschwindet.
So entstanden kurze Szenen, in denen die Figuren eigene Handlungen ausführten. Neben kreativen Ideen waren dabei Geduld und genaues Arbeiten gefragt: Schon kleine Veränderungen an der Kameraposition oder zu große Bewegungen konnten die Wirkung des Films beeinflussen.
Ozobot Storytelling: Mit Fantasie auf Reisen
Beim Ozobot Storytelling stand die Kreativität im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden überlegten sich eigene Geschichten und gestalteten dazu passende Strecken für ihre Ozobot Bit+.
Dabei ging es zum Beispiel auf eine Achterbahnfahrt oder zu einem Ausflug in den Park.
Die kleinen Roboter wurden zu Figuren innerhalb dieser Geschichten. Mit gezeichneten Linien und Farbcodes konnten die Teilnehmenden ihre Wege und Bewegungen beeinflussen.
Dafür mussten sie überlegen: Was erlebt unser Ozobot? Wie lässt sich die Idee auf einer Strecke darstellen? Und welche Bewegung passt zu welchem Moment?
So verbanden sich Erzählen, Gestalten und technisches Ausprobieren zu ganz unterschiedlichen Abenteuern.
Mission Ozobot: Programmieren mit Missionskarten
Im dritten Workshop stellten sich die Teilnehmenden mithilfe von Missionskarten verschiedenen Programmieraufgaben.
Die Karten gaben ihnen konkrete Herausforderungen, anhand derer sie Schritt für Schritt lernten, ihre Ozobot Bit+ mit OzoBlockly zu programmieren.
Dazu setzten sie grafische Programmierblöcke zu einer Befehlsfolge zusammen und testeten anschließend am Roboter, ob ihre Lösung funktionierte.
Wenn eine Bewegung anders ausfiel als erwartet, wurde das Programm überprüft und angepasst.
Die Missionskarten boten dabei Orientierung und ließen zugleich Raum, selbst über Lösungswege nachzudenken. Mit jeder gelösten Aufgabe wuchs das Verständnis dafür, wie aus einzelnen Befehlen ein funktionierendes Programm wird.
Ein Resümee
Die Code Week ist für uns eine tolle Gelegenheit, Kinder und Jugendliche für Technik und kreatives Gestalten zu begeistern.
Sie ermöglicht uns, neue Workshopideen auszuprobieren, unseren Makerspace zu öffnen und gemeinsam mit den Teilnehmenden Neues zu entdecken.
Besonders schön ist es, zu sehen, wie aus Neugier eigene Ideen entstehen und wie stolz die Kinder auf ihre Ergebnisse sind.
Aus diesem Grund würden wir uns auch sehr freuen, wenn wir nächstes Jahr wieder dabei sein können.